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Xtremradio Interaktiv Featured Artists
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Donnerstag 10. 07. 2008

| [img]http://www.Xtremradio.de/cover35.jpg[/img]
Als Hobbymusikant mag man sich schon ein wenig in den Arsch beißen, dass ständig irgendwelche Mucker bereits etablierter Bands sich zu - meist kurzlebigen - Projekten zusammen schließen, ein paar Songs einspielen und dann auch noch so nebenbei einen anständigen Deal bei einem renommierten Label abgreifen. Genau so sieht es nämlich bei One Way Mirror aus, spielen da doch Mnemic-Sänger Guillaume Bideau, Soilwork-Drummer Dirk Verbeuren und Basser Loïc Colin (die sich alle von Scarve her kennen) und die beiden Lyzanxia-Gitarristen David und Franck Potvin.
Deutlich weniger ärgerlich gestaltet sich die Sachen dann aber, wenn die elf Songs des Albums allesamt bärenstark sind und einfach nur ordentlich nach vorne weg ballern. Dabei geht es dem Quintett gar nicht um Geschwindigkeit oder technische Finesse. Viel mehr stehen hier die Songs selbst im Mittelpunkt und die grooven wie Hölle, haben ein paar verdammt eingängige Hooks parat und bereiten von vorne bis hinten Spaß.
Auf dem Album befindet sich echt kein schlechter Track und wenn man sich immer mal wieder an Bands wie ältere Soilwork, In Flames oder eingängigere Mnemic erinnert, dann ist das weiß Gott kein Beinbruch. Im Gegensatz zu den Schweden hat die Franzosenbande nämlich zu jeder Zeit einen Satz funktionierender Klöten in der Hose und wirkt trotz sanfterer Klänge wie in "Empty Spaces" nie cheesy oder flach.
Dazu trägt neben der exzellenten Gitarrenarbeit natürlich vor allem Shouter Guillaume bei, der weder bei Scarve, noch bei Mnemic seine Stimme so wandelbar und gelungen einsetzt, wie hier bei One Way Mirror. Selbst bei den mitunter sehr melodischen Passagen besitzt er immer noch einen rauen Unterton und sorgt dafür, dass es stets rockig bleibt.
Allein in Sachen Geschwindigkeit hätten One Way Mirror ein wenig flexibler zur Sache gehen können. Bis auf "Danger Calling", bei dem das Tempo in den Strophen ein wenig rasanter ausfällt, sind fast alle Songs im Midtempo gehalten. Ein paar schnellere Nummern mehr hätten für noch mehr Feuer gesorgt, aber die massiven Grooves entschädigen für vieles.
Zum Ende der Scheibe gibt es noch die Frankie Goes To Hollywood-Coverversion von "Relax", die aber nicht ganz an die Version von Atrocity auf "Werk 80 II" heran kommt. Dafür setzen sie aber mit "Liberation" einen astreinen Schlusspunkt, der wie eine richtig geile Mischung aus Rammstein und Ministry klingt.
Quelle: [url]http://www.laut.de[/url]
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Mittwoch 09. 07. 2008

| [img]http://www.xtremradio.de/cover34.jpg[/img]
Mit Arkan macht sich neben Amaseffer die nächste Band auf, orientalische Klänge mit europäischem Metal zu verschmelzen. Während es sich Amaseffer zur Aufgabe machten, das Buch Exodus mit insgesamt drei Alben konzeptuell zu erfassen, scheint es bei Arkan ohne offensichtlich fest gelegtes Konzept zu gehen.
Allerdings gehen die meisten Songs absolut flüssig ineinander über, was eine konzeptuelle Story nicht unwahrscheinlich erscheinen lässt. Da die Wurzeln von vier Fünfteln der Band im arabischen Raum liegen, ist die orientalische Ausrichtung nicht verwunderlich, aber dennoch bemerkenswert gelungen.
Während "Slaves For Life" fast schon Hörspielcharakter hatte, stehen bei Arkan zwölf waschechte Songs auf "Hilal" zu Buche, und neun davon kann man mit Fug und Recht als richtige Metalkracher beschreiben.
Allerdings ist ein enorm abwechslungsreiches Songwriting wohl das Hauptaugenmerk der Truppe, dem sie nicht nur mit Instrumenten wie Oûd, Mandola, Darbuka-Trommeln oder Bouzouki Rechnung tragen, sondern auch mit traditionellen weiblichen oder männlichen Gesängen. Jene sind immer in arabischer (?) Sprache gehalten und geben dem Ganzen einen ganz eigenen Flair.
Bevor hier ein falsches Bild von den Franzosen entsteht: Diese Elemente prägen und erweitern den Sound, doch die Basis bleibt der Metal, und hier bewegen sie sich meist im extremen Bereich. Dafür sorgt schon allein Shouter Florent Jannier, der mit seinen tiefen Growls und seiner Anthea-Vergangenheit aus der Death/Thrash-Ecke stammt.
Auch die Riffs von Abder und Mus sowie das sehr abwechslungsreiche, mitunter rasend schnelle Drumming Fouedsw (Ex-The Old Dead Tree) tragen ihren Teil dazu bei, dass die orientalischen Skalen und Melodien nicht Überhand nehmen.
Andererseits darf man nicht die klare Stimme von Gitarrist Abder vergessen, die den Songs ebenfalls noch eine eigene Note verpasst. Zusammen mit den absolut flüssig stimmigen Breaks und Übergängen, macht das fast alle Songs zu kleinen Highlights.
Neben Metalstücken finden sich auch Tracks wie "Lamma Bada", ein rein orientalisches Stück. Auch das abschließende "Amaloun Jadid" beginnt mit arabische, Flair, geht dann aber in ein westlich dominiertes Instrumental über. Vor allem hier gelingt der Übergang perfekt. Bei "Athaoura" ist dagegen die akustische Gitarre das melodiegebende Instrument - Vocals und Rhythmusarbeit bleiben aber arabisch geprägt.
Leider erfährt man nicht, wer die arabischsprachigen Teile übernommen hat. Vor allen die Dame klingt bei "Defying The Idols" fast ein wenig nach der ehemaligen The Gathering-Sängerin Annecke von Giersbergen. Wer so tolle Arbeit abliefert, sollte auch im Booklet Erwähnung finden.
Quelle: [url]http://www.laut.de[/url]
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Montag 07. 07. 2008

| [img]http://www.xtremradio.de/cover33.jpg[/img]
Die drei Finalistinnen von "Germany's Next Topmodel", Jenny, Janina und Christina, räkeln sich im neuen Marquess-Video "La Vida Es Limonada" an Bord einer Yacht. Der Opener des neuen Marquess-Albums "¡YA!" beschwört die perfekte Sommer-Stimmung: "Sera un perfecto tiempo, un fuerte momento" ("Es kommt eine perfekte Zeit, ein intensiver Moment" ).
Das Gastspiel ist so kurz nach dem Ende von Heidi Klums Show natürlich ein gelungener Coup, nur leider glaubt man den drei Damen ihre Begeisterung nicht. Die aufwändige Videoproduktion mit Yacht in exotischer Umgebung dürfte nicht ganz billig gewesen sein, doch einen wirklich authentischen "intensiven Moment" kann man eben mit allem Geld der Welt nicht kaufen. So steht das Video sinnbildlich fürs ganze Album, für ein zwar nett anzuschauendes bzw. anzuhörendes, letztlich aber doch seelenloses Produkt.
Der zweite Track "Lucia" schließt an die Single auch stilistisch an, überhaupt greift der Vierer um Sascha Pierro während der ersten Album-Hälfte auf bewährte Mittel zurück. Im Jahr 2008 will man aber auch etwas rauer und erdiger klingen und den Dancepop nicht mehr ganz so sehr glatt bügeln wie noch auf den Vorgängern. Tatsächlich erweitern Marquess im Verlauf der Scheibe ihr stilistisches Spektrum behutsam.
Tracks wie "La Histeria" leihen Elemente vom Ska, "Piensar En Positivo" beginnt wie ein ernster Singer/Songwriter-Track, bevor sich er Refrain dann doch ziemlich poppig gibt. "La Banda" packt die Flamenco-Gitarre aus, "All Gone" ist der einzige englischsprachige Track und eine Pop-Ballade, die mit Spanien nun garnichts mehr zu tun hat.
Das sind behutsame Neuerungen, die dem bislang recht einseitigen Sound von Marquess immerhin gut zu Gesicht stehen. Einem Spanier sollte man "¡YA!" aber besser nicht vorspielen ...
Quelle: [url]http://www.laut.de[/url]
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Sonntag 06. 07. 2008

| [img]http://www.Xtremradio.de/cover30.jpg[/img]
Ja, ja, das Schicksal – manchmal schlägt es unbarmherzig zu, gelegentlich wendet sich dann aber doch wieder alles zum Guten. Auch die Subways mussten zwischen Debüt-Veröffentlichung und Nachfolgeplatte den einen oder anderen Schock überwinden. Erfreulicherweise verließ sie, genauer Sänger Billy Lunn, das Glück nicht ganz und er stand eine unschöne Stimmbanderkrankung inklusive OP durch, die zuvor nicht nur das weitere Bandbestehen, sondern auch Lunns Gesundheit stark bedrohte.
Sorgen und Ärger verarbeiteten die Briten anschließend in der neuen LP "All Or Nothing", was man der teils kraftvoll-rauen Instrumentierung des Songbündels durchaus anhört. Angstbewältigung der musikalischen Art nennt man das wohl! "I Won't Let You Down" erklingt die selbsternannte Frustweg-Parole, die nicht nur gesanglich extrem an Bands wie The Vines oder The Von Bondies erinnert, nicht jedoch in plumper Manier, sondern schön catchy und tanzbar. Entsprechend gedrückt kommen "Lost Boy" oder "Strawberry Blonde" daher. Letzteres, Herz-Ballade mit schwer depressiver Note, erzählt von Einsamkeit, mischt Piano- und seichte Akustikgitarren, das alles untermalt mit zurückhaltend sanftem Gesang.
Während der Arbeit am neuen Album trennten sich Frontmann Lunn und Bandkollegin Charlotte Cooper, was der bandinternen Stimmung ja durchaus ordentlich zusetzen kann. Im Falle Lunns war jedoch fix eine neue Rock'n'Roll-Queen gefunden. Auch Bassistin Charlotte musste nicht lange nach entsprechendem Ersatz suchen und man konnte gediegen stressfrei zusammen weiterklimpern und natürlich -trällern.
Gesanglich ergänzt man sich nicht mehr ganz so passabel wie auf dem Debüt. Charlottes Organ fehlt es oft an Kraft und Ausdruck und überschreitet gelegentlich auch die Nerv-Schmerz-Schmalz-Grenze ("Girls & Boys", "Move To Newlyn"). Vor klanglichen Fehltritten ist man auch diesmal nicht gefeit: "Alright" erinnert zunächst an netten Neunziger Britpop à la Oasis, versackt dann aber leider in schwülstigem Gesang. Auch "Kalifornia" stimmt angenehm ein, rockig und wunderbar garagelastig im Intro, doch sobald die Vocals einsetzen, ist der ganze Charme dahin und man findet sich in bloßem Gefühlduselgedudel wieder.
Dabei überzeugt das Trio aus dem Süden Englands vielmehr, wenn es mit schön geplanten, durchdacht arrangierten, gern auch polternden, zackigen Nummern, wie etwa "I Won't Let You Down" oder "Turnaround" aufwartet. Dass man auch mit den leisen Tönen nicht unbedingt falsch liegt, zeigt "Lost Boy" sehr schön; es stellt hier jedoch leider eine Ausnahme dar. Insgesamt klingt "All Or Nothing" noch zu unstrukturiert und unausgereift - Kritik, die schon am Erstling geübt wurde, auch wenn dieses Album insgesamt merklich konsistenter wirkt. Wenn sich die Briten doch nur zielstrebiger geben würden! Einige eingängige Songs weisen durchaus anständig Hitqualität auf, andere müssten einfach zu Ende gedacht werden. Das enttäuscht ab und an ein wenig, vor allem, da es den Subways an Potential keinesfalls mangelt!
Quelle: [url]http://www.laut.de[/url]
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Samstag 05. 07. 2008

| [img]http://www.Xtremradio.de/cover28.jpg[/img]
"Ich will nur Musik machen, sonst nichts." Mit dieser oder einer sehr ähnlichen Einstellung stellten sich 30.000 Kandidaten den Anforderungen des Castingwahns, die die fünfte Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" für sie bereithielt. Am Ende blieb einer übrig. Gut für ihn, denn Thomas Godoj hatte keinen Plan B.
Den hat er nach dem Finale der RTL-Show auch nicht nötig. Thomas, von Jurorin Anja Lukaseder zum "fuckin' Rockstar" geadelt, gewinnt gegen seinen letzten verbliebenen Konkurrenten Fady Maalouf souverän mit 62 Prozent der Publikumsstimmen. Derart rosig sah es für den Sohn polnischer Einwanderer allerdings längst nicht immer aus.
Als Thomas im Rahmen der Castings erstmals vor dem Jury-Tisch steht, befindet Dieter Bohlen: "Du siehst aus, als sei dir der Sargdeckel schon zwei-, dreimal auf den Kopf geknallt." Ganz unrecht hat er damit nicht: Der ambitionierte Sänger steckt in finanziellen Schwierigkeiten, lebt von Hartz IV.
Geboren am 6. März 1978 im südpolnischen Rybnik, verschlägt es ihn zusammen mit den Eltern und seiner Schwester im Sommer 1981 nach Recklinghausen. Hier findet die Familie im Stadtteil Suderwich ein neues Zuhause.
Thomas besucht die Realschule. Mit dem Fachabitur in der Tasche tritt er eine Ausbildung zum technischen Zeichner an. Ein knappes Jahr bleibt er nach deren Abschluss in seinem Beruf tätig, dann zieht es den rastlosen Zeitgenossen zu neuen Aufgaben. "Ich wollte mich weiterbilden", so das ehrbare Vorhaben. An der Fachhochschule in Bochum schreibt er sich für ein Studium im Bereich Bauwesen ein.
Sieben Semester lang gibt Thomas den fleißigen Studenten, dann bricht sich seine eigentliche Leidenschaft Bahn: Thomas schmeißt alles hin und widmet sich fortan nur noch der Musik, nimmt sogar ein wenig Gesangsunterricht. Bei verschiedenen Bandprojekten ist er als Sänger involviert. Mit Fluxkompensator suhlt er sich im Pop und Wave der 80er-Jahre. Die Combo Cure Of Souls, mit der er 2003 beim Newcomerfestival in Recklinghausen den 1. Platz belegt, serviert dagegen Alternative-Rock.
Anschließend singt Thomas bei der Crossover-Formation Tonk und von 2005 an zwei Jahre lang als Frontmann der Deutschrock-Band Wink. Der große Durchbruch bleibt jedoch aus. Thomas muss feststellen: "Irgendwann war das Geld alle." Nicht zuletzt gutem Zureden seitens Mutter Danuta ist zu verdanken, dass Thomas sich den Mühlen des RTL-Talentsuche anvertraut.
Ende März 2008 erscheint mit "Fly Alone" die obligatorische Platte zur laufenden DSDS-Staffel. Thomas Godoj ist hier gleich dreimal zu hören. Mit Collins Owusu interpretiert er "No More Goodbyes", an der Seite von Küken Benjamin Herd "Alone Again". Die gemeinsam mit Fady Maalouf besungenen "Sad Eyes" hat am Ende letzterer: Er muss sich im Finale seinem übermächtigen Gegner geschlagen geben.
Thomas Godojs Debütalbum erscheint mit kurzer Verzögerung. Einer der ursprünglich enthaltenen Titel erscheint im Jahr zuvor bereits auf einem Album der H-Blockx. "Das wollte ich nicht", so Thomas. Nach einem klärenden Gespräch mit dem verantwortlichen Texter und entsprechenden Änderungen steht "Plan A!" Anfang Juli in den Läden.
Quelle: [url]http://www.laut.de[/url]
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