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Sonntag 20. 06. 2010
Allgemein
von Murmel

Brutal Polka -  The Gargantuan Return of the Frogz and the Holy Cocks     Artist:  Brutal Polka
    Album:  The Gargantuan Return of the Frogz and the Holy Cocks
    Label:  Feier Mettel Records
    Release:  28.05.2010  
    Medium:  Album
    Genre:  Punk  
    Autor:  betty blue  

Brutal Polka sind alles, nur nicht schubladenkompatibel. Von daher war schon der Titel ihres Debütalbums 'A Tribute To Mainstream' ein fröhlich ausgestreckter Mittelfinger in Richtung eben jenen. Jetzt kehren sie zurück, Kramer E. Frog und seine vier Mittäter, frei nach dem Motto 'The Gargantuan Return of the Frogz and the Holy Cocks'.

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Dienstag 15. 06. 2010
Allgemein
von Murmel

Watain -  Lawless Darkness     Artist:  Watain
    Album:  Lawless Darkness
    Label:  Season Of Mist
    Release:  04.06.2010  
    Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal  
    Autor:  Axel  

Watain sind zurück - und wie! Der Vorgänger 'Sworn To The Dark' war zwar ein grandioses Album und die erste Watain-Scheibe mit einer wirklich guten Produktion, trotzdem war zu befürchten, dass die Songs immer eingängiger werden und die Musik somit an Niveau und Tiefe verlieren könnte (schließlich ist auch der Popularitätszuwachs der Gruppe in den letzten Jahren nicht von schlechten Eltern). In dieser Hinsicht kann ruhigen Gewissens Entwarnung gegeben werden.

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Donnerstag 10. 06. 2010
Allgemein
von Murmel

Thulcandra -  Fallen Angel's Dominion     Artist:  Thulcandra
    Album:  Fallen Angel's Dominion
    Label:  Napalm Records
    Release:  04.06.2010  
    Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal  
    Autor:  Antal  

Selten so ein dreistes Rip-Off gehört! Und noch viel seltener von einem Plagiat so begeistert gewesen!

Thulcandra ist ein Seitenprojekt der Nebelmythen/Helfahrt-Brüder Sebastian und Tobias Ludwig. Dritter im Bunde ist ex-Helfahrt-Mitglied und Obscura-Frontmann Steffen Kummerer. Gemeinsam huldigen sie Dissection - und noch exakter deren 1995-Göttergabe 'Storm Of The Light's Bane'. Nun haben, was Sound, Songstruktur, Arrangement und Atmosphäre angeht, Dissection mit den Alben 'The Somberlain' und eben 'Storm Of The Light's Bane' die extreme Metal-Szene nachhaltig beeinflusst, so dass man sich als Rezensent immer wieder dabei erwischt, die Meisterwerke aus der Feder von Jon Nödtveidt (1975-2006) als Blaupause zu erkennen.

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Sonntag 06. 06. 2010
Allgemein
von Murmel

Grand Magus -  Hammer Of The North     Artist:  Grand Magus
    Album:  Hammer Of The North
    Label:  Roadrunner
    Release:  18.06.2010  
    Medium:  Album
    Genre:  Doommetal  
    Autor:  Antal  

Ich selber war ein Jahr alt als Manowar 1983 mit 'Into Glory Ride' ein essentielles Epic Power Metal-Album veröffentlichten. Auf ihrem Debütalbum 'Battle Hymns' hatten die New Yorker mit dem (Quasi-)Titelsong bereits angedeutet, welch grandiose Schlachthymnen sie zu verzapfen imstande sind. Das zweite Album (trotz dünner Produktion und sicherlich bereits damals peinlichem Lederschlüpfer-Cover) war dann eine Offenbarung der epischen Theatralik, die im Metal schlummert - was die Band dann mit 'Hail To England' und dem Übersong 'Bridge Of Death' noch einmal wiederholen konnte. Ja, tolle Zeiten müssen das damals gewesen sein... Spätestens mit 'Fighting The World' (vor allem der A-Seite; Songs wie 'Defender' oder 'Black Wind, Fire And Steel' kamen noch einmal an die Glanztaten zu Beginn des Jahrzehnts heran) begann dann aber der Abstieg. 'Kings Of Metal' ist zwar Kult, hat aber eigentlich nur zwei gescheite Songs zu bieten. Der Rest... Schwamm drüber und den (nicht miterlebten) alten Zeiten nachtrauern.

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Donnerstag 03. 06. 2010
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von Murmel

Nachtmystium -  Addicts: Black Meddle Pt. II     Artist:  Nachtmystium
    Album:  Addicts: Black Meddle Pt. II
    Label:  Candlelight
    Release:  07.06.2010  
    Medium:  Album
    Genre:  Progressive Metal  
    Autor:  Axel  

Vielen stößt es sauer auf, wenn Bands sich von ihren Wurzeln lösen. Egal ob Darkthrone, Satyricon oder Samael: stets gibt es Ablehnung gegenüber dem neuen Stil bis hin zum Vorwurf des Verrates. Leugnen lässt sich aber ebenfalls nicht, dass einige Bands selbst durch eine gravierende Stiländerung nichts von ihrem Charme verloren haben oder an eben diesem sogar gewinnen, beispielsweise Ulver oder eben Nachtmystium.

Die Band hatte sicher ihre Anhänger, in meinen Augen waren die Frühwerke aber nicht mehr als Standard-Black Metal mit Mülltonnen-Sound. Ab dem 'Instinct: Decay' Album, bei dem zum ersten Mal Psychedelic-Einflüsse zu finden waren, wurden Nachtmystium zunehmend interessanter und haben sich mehr und mehr vom Black Metal entfernt. 'Addicts' als BM zu bezeichnen ist kaum mehr möglich, es ist vielmehr - ja, was eigentlich? - ein Psychedelic-Extreme-Metal-Gebräu mit einer Spur elektronischer Töne. Das klingt zunächst vielleicht abschreckend, entpuppt sich aber als durchdachtes, enorm stimmiges Album, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.

Nach einem einstimmenden Intro ertönt der charakteristische Sound des ersten Liedes, der spätestens seit dem Vorgänger 'Assassins' unverkennbar mit Nachtmystium verbunden ist. Besagtes Stück 'High On Hate' stellt auch direkt eines der Highlights des Albums dar; mit rotzigem Gesang und lässig groovend steigert sich das Lied zu einer tragenden Passage, bis es mit einem psychedelischen Solo beendet wird. Gleichzeitig muss man allerdings betonen, dass jeder einzelne Song einen eigenen Höhepunkt darstellt; das mitreissende 'Then Fires', das melancholische 'The End Is Eternal' oder der hypnotische Rausschmeißer 'Every Last Drop'. Jede Nummer hat ihre vollste Existenzberechtigung, Lückenfüller wird man hier nicht finden.

Nachtmystium haben ein Album kreiert, das vor Abwechslung und Atmosphäre nur so strotzt. Jeder, der etwas mit extremer Musik anfangen kann und Nachtmystium nicht auf Black Metal reduziert, muss dieser Scheibe eine Chance geben. Nach dem Stilwechsel steht die Band nun auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens. Man darf gespannt sein, ob 'Addicts' noch getoppt werden kann - die Chancen stehen in Anbetracht dieses Meisterwerks jedenfalls denkbar schlecht. Wie treffend scheinen da die Worte aus dem Refrain des Titelstückes - 'All I want is more'. Das kann nur mit der Höchstnote belohnt werden!

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