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Xtremradio Interaktiv Featured Artists
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Montag 03. 05. 2010

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Jedes Jahr pünktlich zum Geburtstag des Rezensenten flattert ein neues Album von :Wumpscut: auf den Tisch. Man könnte meinen, dass das irgendwann allen Beteiligten langweilig werden müßte, sowohl Rudy R. als auch den Fans. Vor allem aber sollte man meinen, dass bei solchen Entwicklungszeiträumen irgendwann die Qualität auf der Strecke bleibt und alle Alben genau gleich klingen.
Zunächst darf man allerdings feststellen, dass :Wumpscut: nun einmal :Wumpscut: sind, und man dies auch hört. Kaum jemand hat einen originelleren, originaleren Sound geschaffen als Rudy R.. :Wumpscut: würde man ohne Zögern sofort aus hunderten Bands heraushören - ganz im Gegensatz zu all den gleich klingenden Klonen, die zum Beispiel Suicide Commando gespawned haben.
Und so weiß jeder, was ihn erwartet, wenn er ein neues :Wumpscut:-Album in den Player schiebt. Hohes Niveau, ein bestimmter Sound. Im Endeffekt geht es nur noch um Nuancen, die sich die Alben voneinander unterscheiden, aber warum sollte Rudy R. auch etwas anders machen? Das würde dann schließlich nicht mehr klingen wie :Wumpscut:. Außerdem liefert kaum jemand im gesamten Musikzirkus bessere limitierte Ausgaben ab als :Wumpscut:, die Boxsets reizen die Möglichkeiten der Ausstattung bis zum Ende aus und lassen Käufer von Einzeldownloads irgendwie dämlich wirken.
Allerdings hatten :Wumpscut: in einem bestimmten Zeitraum mal etwas Probleme, die Qualität zu halten. Das letztjährige Album 'Fuckit' war eine Verbesserung zu den vier Jahren zuvor - und 'Siamese' stellt eine erneute Qualitätssteigerung dar. Der Opener 'Falling From Lucifer's Grace' jedenfalls ist ein Song, der einen metallischen Sog entwickelt, der dem legendären Klassiker 'Black Death' wenig nachsteht, was insbesondere an der äußerst derben Gitarre liegt, die stark an den Hit von :Wumpscut: schlechthin erinnert. Mit diesem Song hat Rudy R. die Meßlatte für den Rest des Albums sehr hoch gehängt.
Bei 'Boneshaker Baybee' geht es auf demselben Level weiter. Natürlich erinnert der eine oder andere Track an bereits vorhandene Stücke von :Wumpscut: - bei 'Boneshaker Baybee' ist das z.B. 'Churist Churist'. Das ist aber vollkommen in Ordnung, die Spannung liegt wie gesagt in den Nuancen.
'Siamese' ist dann düster und episch, eher wie die ruhigeren Stücke wie 'Womb' und 'Is It You'. Ohnehin ist 'Siamese' wohl auch absichtlich eine Art Zwilling zu 'Embryodead' - und Rudy R. schafft es tatsächlich, dessen Qualität zu erreichen. Neben den bereits genannten Stücken ragt noch das extrem oldschoolige 'Loyal To My Hate' heraus, das Erinnerungen an 'Soylent Green' weckt, sowie das stampfende 'Blood Stigmata'.
Insgesamt hat Rudy. R. jetzt seit 2004 jedes Jahr ein neues Album herausgebracht. Von diesen sieben Alben ist 'Siamese' vor 'Fuckit', 'Evoke' und 'Bone Peeler' das Beste, auch wenn diese Klassifizierung auf hohem Niveau passiert. |
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Mittwoch 28. 04. 2010

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Artist: |
Darkthrone |
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Album: |
Circle The Wagons |
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Label: |
Peaceville |
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Release: |
09.04.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Blackmetal |
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Autor: |
The Wendigo |
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Darkthrone habe ihre Nische gefunden. Und diese Nische weiden sie jetzt aus wie der blutgeile Psychopath die Eingeweide seiner Opfer. Darkthrone suhlen sich im Schlamm des dadaistischen Anti-Black Metal. Das haben sie, nachdem sie von der schiefen Bahn des 'echten' Black Metal abgekommen sind, nun schon mehrmals gemacht.
Wie früher bleiben Darkthrone einmal bei dem, was sie gerade machen. Ob es dann nun irgendwann einen erneuten radikalen Stilwechsel geben wird, sei mal dahin gestellt. Zuerst haben Darkthrone räudigen Death Metal gemacht. Dann haben sie räudigen Black Metal gemacht und damit eine ganze Stilepoche begründet. Dann haben sie räudigen Black'n'Roll gemacht, der eigentlich nur aus ursprünglichstem Punk besteht. Dort sind sie nun, und dort bleiben sie offensichtlich, bis ihnen einfällt, dass es sie doch einmal wieder interessieren würde, wie ein Studio von innen aussieht.
Denn wie schon die gesammelten Vorgänger dieses stilistischen Abschnittes ist auch das neue Werk 'Circle The Wagons' nicht produziert. Blecherne Trommeln, eine grausig neben der Spur liegende Stimme und ranzig scheppernde Gitarren bestimmen das Klangbild. Dass die Herren ihre Instrumente technisch gesehen perfekt beherrschen, wird gut durch den Antisound verborgen. Die Stimme klingt, als würde irgendwo im Nebenraum einer stehen, der versucht, während des Auskotzens der 15 Liter Bier des Vorabends zu singen. Allerdings - und das ist eine Neuerung - gibt es auch eine klare, tiefe Stimme, die all die Ranzigkeit auflockert, zumindest beim Opener 'Those Treasures Will Never Befall You' und bei 'Eyes Burst At Dawn'.
Die Stücke haben Rudimente von Eingängigkeit, ebenso geniale wie versteckte Gitarrenharmonien und jede Menge guter Gitarrensoli. Tiefe Verbeugungen vor den verschiedensten Helden der Anfänge des Heavy Metal sind ebenso verborgen wie Anleihen an Urpunks wie die Ramones. Egal ob nun das angerissene Slayer-Riff bei 'Black Mountain Totem', die Reminiszenzen an Kreator's 'Pleasure To Kill'-Phase bei 'Eyes Burst At Dawn' - Darkthrone sind bis ins kleinste Detail durchgestyled, obwohl man es eigentlich nicht merkt. Noch dazu rocken die Stücke, gehen ins Ohr, sind perfekt strukturiert und höchst abwechslungsreich. Man nehme 'I Am The Grave Of The 80's' und habe einfach Spaß! 'Circle the Wagons' ist das wohl beste Darkthrone-Album seit langem. Fenriz & Co. haben ihren Anti-Stil auf so brillante Weise perfektioniert, dass es eine helle Freude ist.
Und wer sich jetzt wundert, was der offensichtlich gestörte Rezensent da für widersprüchlichen Müll schreibt und weshalb der erste Teil der Rezension vernichtend klingt, der zweite Teil aber wie eine Lobeshymne - genau dieser Kontrast ist es, der die Genialität dieser Scheibe ausmacht. Nichts an diesen Beschreibungen ist falsch oder übertrieben. So grandios schlecht, und so blechernd fantastisch kann nur Darkthrone sein. |
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Montag 26. 04. 2010

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Artist: |
Remember Twilight |
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Album: |
Musik über Niedergang und Verderben |
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Label: |
Echozone |
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Release: |
23.04.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Neoklassik |
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Autor: |
TheBanshee |
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Remember Twilight reihen sich mit ihrer "Musik über Niedergang und Verderben" ein in die Welt der Zwischentöne. Musikalisch liegen sie zwischen Metal, Klassik und Mittelalter, die Texte schwanken zwischen Weltuntergang und Auferstehung, wobei die Endzeitstimmung eindeutig überwiegt. Der Milleniumswechsel und die sich schnell verändernde globalisierte Welt klingt thematisch durch, gespiegelt in einer Hommage an die Aufbruchstimmung der Zwanziger Jahre, hier in Tribut an Brecht und Weill durch ein Cover der Morität von "Mackie Messer".
Das im Großraum Stuttgart beheimatete Oktett – bestehend aus zwei Geigen, Oboe, Gitarre, Cello, Bass, Schlagzeug und Gesang/Gitarre – zielt mit seinem aktuellen Output wohl vor allem auf Freunde der Schwarzen Romantik und des Folkrocks ab. Touren mit Bands wie Waltari, Haggard oder Coppelius, Konzerte mit den Apokalyptischen Reitern, Tanzwut, Battlelore oder Korpiklaani deuten auf Aufgeschlossenheit gegenüber verschiedener Szenen hin.
Der Klang ist rau, passend zum Coverdesign einer äußerst rauen See, auf der sich das Schiff der Christenheit nur mühsam über Wasser halten kann. Damit liefern die Musiker auch ein politisches Statement ab, positionieren sich einem atheistischen Zeitgeist entsprechend und wünschen sich zurück in die Sicherheit fester Gefüge alter Weltbilder. Der Song "Ich suche Gott" greift das innerhalb der Kunst immer wiederkehrende Thema der Sinnsuche erneut auf. Auch in "Zu real" wird mit christlicher Symbolik gespielt, Szenarien des Todes und des Jüngsten Gerichts werden gezeichnet. Die Grundstimmung des Albums bleibt durchweg pessimistisch, die Wirkung verunsichernd. Die Band scheint noch auf der Suche nach ihrem festen Platz zu sein. Wir haben die Chance, sie auf ihrem Weg elf Songs lang zu begleiten. |
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Mittwoch 21. 04. 2010

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Artist: |
1349 |
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Album: |
Demonoir |
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Label: |
Indie recordings |
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Release: |
23.04.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Blackmetal |
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Autor: |
Antal |
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Da ist es - das neue 1349 Album. Nach 'Liberation' und 'Beyond The Apocalypse', die zwar durchaus ihre Momente hatten, im Großen und Ganzen aber wie ein Spielplatz für Schlagzeug-Virtuose Frost wirkten, kam mit 'Hellfire' das erste ernstzunehmende Werk. Alles war durchdachter, atmosphärischer - ja, es war erstmals Musik und nicht nur ein rasend schnelles Schlagzeug mit Gitarren und Gesang drumherum. Die Band schien ihren Stil gefunden zu haben, doch schon auf dem Nachfolger 'Revelations Of The Black Flame' wurde mit eben jenem völlig gebrochen. Man ging ordentlich vom Gas, statt High-Speed-BM gab es nun viele schleppend langsame Stücke; die Gesamtatmosphäre war stets finster und bedrohlich.
Man durfte also gespannt sein, ob der zuvor eingeschlagene Pfad weiter verfolgt wird - nun: dem ist nicht so, was aber auch nicht bedeuten soll, dass die Band in alte Gewohnheiten zurückfällt. Grob könnte man den Silberling als eine Mischung aus 'Hellfire' und dem Vorgänger bezeichnen.
1349 haben auf 'Demonoir' das Tempo meist wieder angezogen, wissen aber, wie sehr die Atmosphäre durch langsamere Passagen gefördert wird. Jedes Stück weist Tempowechsel auf und ergeht sich in mitreißendem Riffing; Langeweile kommt niemals auf. Seien es die sinister gesprochenen Zeilen in 'Atomic Chapel' oder die abgedrehte Leadgitarre in 'Psalm 777' - die meisten Titel glänzen mit tollen Ideen.
Zwischen den einzelnen Lieder gibt es kurze Ambient-Stücke, die eine passende Überleitung schaffen. Letztendlich läuft alles zum absolut überragenden 'The Devil Of The Desert' hin: dieses Lied hat einfach alles und wird über die gesamte Dauer zunehmend packender, um dann mit einem Piano auszuklingen - für mich ganz klar Höhepunkt des Albums.
Die 1er-Sphären bleiben der Band nur deshalb verwährt, da diese Genialität nicht durchgehend zu erkennen ist. Es gibt zwar kein schlechtes Stück auf dem Album, aber gerade den rasend schnellen Parts fehlt es oftmals an Stimmung; vielleicht sollten sich 1349 wieder auf die Qualitäten, die das letzte Werk so großartig gemacht haben, besinnen und das Tempo durchgehend drosseln. Ein gutes Stück BM ist es aber allemal!
Fazit: 1349-Fans - egal ob Anhänger der alte Schiene oder des 'Revelations Of The Black Flame'-Hassbrockens - sollten sowieso zugreifen. Diesen Rat kann man aber auch jedem geben, der schnellem, abwechslungsreichem Black Metal etwas abewinnen kann. Anspieltipp: Natürlich 'The Devil Of The Desert'!
(geschrieben von Axel Pomper) |
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Samstag 17. 04. 2010

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Artist: |
Negura Bunget |
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Album: |
Vîrstele Pămîntului |
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Label: |
Code666 |
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Release: |
02.04.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Blackmetal |
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Autor: |
Antal |
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2006 veröffentlichten die Rumänen Negura Bunget mit 'Om' ein Meisterwerk des Folk/Pagan/Black Metal. Ein Werk, das diese ungelenke Stilbeschreibung weit hinter sich ließ; das in der Szene weltweit für Aufmerksamkeit sorgte und Negura Bunget endgültig den Status einer der künstlerisch wertvollsten Bands des europäischen Metal-Undergrounds einbrachte. 'Vîrstele Pămîntului' (in etwa 'Die Zeitalter der Welt') war daher heiß ersehnt - und gleichzeitig mit bangem Gefühl beäugt. Denn die drei Köpfe der Band zerstritten sich. Was heute Negura Bunget heißt, ist Schlagzeuger Negru mit neuen (und nicht ganz so neuen, da live bereits mit der Band aktiven) Mitstreitern. Würde er - da Hupogrammos und Sol'Faur nun unter dem Namen Dordeduh weitermachen - den Namen Negura Bunget mit halbgarer Ware beschmutzen?
Nein, alle Sorgen sind unbegründet - 'Vîrstele Pămîntului' ist bewegend, abgründig, herausfordernd, spannend und grandios - und damit ein würdiger Nachfolger des Meisterwerks 'Om'!
Ausgestattet mit der urwüchsigen Kraft von Genre-Vorreitern wie Burzum, Ulver, Cradle Of Filth (ja, genau die!) und Emperor zu Beginn der 1990er und inspiriert von der rauen, mitunter unwirtlichen transsilvanischen Heimat, kreieren Negru und seine Truppe eine einstündige Reise ohne Rücksicht auf stilistische Grenzen und Konventionen. Ja, es gibt jede Menge folkige Passagen, Akustikgitarrengeklimper, Percussion und Geflöte (gleich zu Beginn mehrere Minuten, die sicher den ein oder anderen überfordern werden). Doch das ist weder langweilig, noch schunkelig, noch bieder, sondern erhaben, düster und faszinierend.
Ja, es gibt Black Metal-Passagen. Doch diese vermeiden fast alle bekannten Schwarzwurzelklischees, sind kein pseudo-satanisches Gezergel, sondern bewegen sich gekonnt an der Grenze zwischen hymnischer Raserei und vertonter Aggression. Genau so muss die Verbindung von Folk und Black/Pagan Metal klingen! Kein mühsames Nebeneinander von metallischer Härte und bierzeltiger Schenkelklopfer-Rhythmik. Sondern ein tiefsinniges, sich gegenseitig ergänzendes Miteinander der Stile. Kaum eine Band wie Negura Bunget war zuletzt in der Lage, diese oftmals kombinierten Stile so dermaßen schlüssig in ein Ganzes zu formen. Wie schön zu hören ist es nun, dass Negru sich imstande zeigt, diese Tradition fortzusetzen! Black Metal, Pagan Metal und Folk werden nicht radikal kontrastiert, sondern auf ihren musikalischen, emotionalen Kern gebracht und dann zu etwas Eigenem zusammengefügt.
Damit wird man wohl nie den (Metal-)Mainstream erobern können. Aber seien wir ehrlich: so ein gewisses Gefühl von Exklusivität im Geschmack ist eigentlich eine ganz coole Sache. 'Vîrstele Pămîntului' klingt schon beim ersten Mal fanszinierend, aber auch sperrig. So ganz legt es diesen Charakter auch nach mehrmaligem Hören nicht ab, bleibt damit aber über längere Zeit ein den Hörer intensiv beschäftigendes Vergnügen. Genau dies machte auch die letzten Negura Bunget-Werke so besonders und begründete den Status der Band. Ein Wirken, das Negru - aller Unkenrufe zum Trotz - würdig weiterführt! |
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