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Xtremradio Interaktiv Featured Artists
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Freitag 02. 04. 2010

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Artist: |
Donots |
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Album: |
The Long Way Home |
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Label: |
Indigo / Solitary Man Records |
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Release: |
26.03.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Punk |
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Autor: |
tofuschnitzel |
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Das neue Album der Donots. Voller Vorfreude wird es aus dem Briefkasten gefischt, Cover, Artwork und Texte solange zwischen Daumen und Zeigefinger gewälzt bis selbige sich von der noch druckfrischen Farbe dunkel färben. Nach dem ersten Ohrenschlackern die Erkenntnis: So dreckig klangen die Donots schon lange nicht mehr! Und das, wo doch das Vorgängeralbum 'Coma Chameleon' schon als der ultimative Befreiungsschlag galt.
Gut, die erste Singleauskopplung bekommt man zwar kaum noch aus dem Ohr, ist aber weder für das Album symptomatisch, noch das Highlight, dafür aber anders. Wer traut sich heute schon so wavig zu klingen wenn der Bandname nicht gerade Depeche Mode ist. Wären es nicht die Donots würde man bei 'Calling' lauthals auf den ganzen New Wave-Kram schimpfen. Weil es handgemacht besser ist, und man es damals schon nicht mochte. Doch das ist mittlerweile irgendwie auch alles verdreht: New Wave ist handgemacht, nicht nur von Against Me!, und handgemacht kommt aus dem Computer wie bei den Goldenen Zitronen. Auf was soll man sich denn da bitte schön noch verlassen?
Mit dem extrem großartigen 'Let It Go' preschen die Donots so dreckig-rotzig los, als wären sie zum Streetpunk übergesiedelt. Und das bei der Band, die besonders durch Ingo Knollmann's Stimme von jeher prädestiniert dafür war mehr nach Boyband als nach Poppunk zu klingen. Diesmal neu ist die Tatsache dass neben Ingo auch Guido Knollmann zu textlichen und gesanglichen Ehren kommt. Es brettert, scheppert, kracht und dampft auf 'The Long Way Home', jedoch nie ohne auf die eigene Melodieverliebtheit zu verzichten. Doch mit dieser Platte ist die Verliebtheit ganz anders geartet – nämlich frisch entflammt und hell lodernd für die Donots.
Quelle: www.whiskey-soda.de |
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Mittwoch 31. 03. 2010

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Artist: |
Callejon |
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Album: |
Videodrom |
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Label: |
Nuclear Blast |
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Release: |
03.04.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Metalcore |
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Autor: |
Mitch |
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'Oh, singt Ben jetzt in einer Metalband?' Dieser im Vorbeigehen achtlos in Richtung meines Schreibtischs dahingeschleuderte Satz meiner Frau sollte mir noch einige Stunden Kopfzerbrechen bereiten. Immerhin geht es hier um nicht weniger als die Bewertung der Arbeit einer Metalcombo, die mit großem, zeitlichen Aufwand, mit viel Mühe und Fleiß ein Album eingespielt hat und dementsprechend eine faire Rezension erwarten darf.
Fakt ist: ich habe meine Frau geheiratet, da sie nicht nur knorke aussieht, sondern intelligenztechnisch mehrere hundert Punkte über mir angesiedelt sein dürfte (bei ca. 110 IQ, vermute ich) und mir somit mein Leben ganz wesentlich erleichtert. Und so traf sie mit dem eingangs erwähnten Zitat naturgemäß voll ins Schwarze.
Callejon führen ihren auf 'Zombieactionhauptquartier' eingeschlagenen Weg konsequent fort und versehen ihre metallische Spielart mit einer melodischen Zweitstimme, welche so auch im schnöden Popbiz vom Mützenmann, Xavier Naidoo oder x-beliebigem DSDS-Nachwuchs geträllert werden könnte. Dieser Umstand könnte vor allen Dingen bei zu unbedarften Spontankäufen neigenden Kuttenträgern zu Irritationen führen, da der Düsselkölnatinger Fünfer auch textlich eher im Bereich Tomte, Revolverheld oder Clueso wildert. Alles unmetallisch, rosa, kitschig und mit zigmillionen Schlüppern auf der Bühne also?
Ich gebe zu: das nach dem Intro ertönende Titelstück in Kombination mit dem für eine Metalband das Todesurteil bedeutenden Aussage meiner Ehefrau ließ mich gedanklich bereits die 6 auf meinen Notizblock kritzeln. Erfreulicherweise bedarf es keiner drei Durchläufe, um 'Videodrom' ordentlich in den Gehörgängen zünden zu lassen. Callejon fahren ein amtliches, modernes Brett im Metalcore'ischen Bereich auf und lassen Gottlob irrsinnigem Gekreisch à la Knorkator's Stumpen oder Schweisser's Tommi Böck den Vorrang, um ihren satt produzierten Sound zu veredeln. Hinzu kommen ein paar wirklich feine Melodien, welche textlich Schwerverdauliches der Marke 'Tausend Meter in das Tal zum Traumfriedhof, und noch einmal fahre ich im Sichelkreis [...]' im Gedankennebel, wahlweise im Bierdunst, verschwinden lassen.
Ob 'Kinder Der Nacht', 'Lass Mich gehen!' oder 'Dieses Lied macht betroffen' - wer Scheu und Engstirnigkeit für rund 50 Minuten aus seinem Umfeld verbannt, wird an nahezu jedem Track des rheinländischen 'Videodrom' Gefallen finden. Auch oder gerade wegen der zu Beginn so kritisch beäugten Zweitstimme. Denn die passt, wehrt der Hörer sich auch noch so sehr! |
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Sonntag 28. 03. 2010

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Artist: |
Serj Tankian |
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Album: |
Elect The Dead Symphony |
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Label: |
Warner |
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Release: |
12.03.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Neoklassik |
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Autor: |
The Wendigo |
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Die Idee, seine Stücke von einem Orchester begleiten zu lassen, ist nun wirklich uralt. Manchmal ist das ziemlich gut, häufig allerdings entsteht dabei ein unerträglich trostloses Nebeneinander von unvereinbaren Musikrichtungen, wie zum Beispiel auf dem wohl teuersten Griff ins Klo der Musikgeschichte, Metallica's 'S&M'.
Serj Tankian hat diesen Fehler gar nicht erst gemacht. Anstelle seine Musik von einem Orchester begleiten zu lassen, hat er alles an Metalinstrumentierung rausgeschmissen, seine Stücke komplett neu konzipiert und sie zur Interpretation NUR durch ein Orchester umgeschrieben. Sein ausdrucksstarker Gesang wird hier ausschließlich vom Auckland Symphony Orchestra begleitet.
Das Ergebnis ist sensationell.
Selbst erklärten Todfeinden des Musicals und den darin häufig mißhandelten Songs darf hier ein Ohr aufgehen. In einer gewissen Weise hat diese neue Interpretation nämlich etwas musicalhaftes, allerdings nur im positiven Sinne. Das Orchester wird absichtlich nicht in ein klassisches Konzept gepresst, sondern ist hochmodern.
Serj Tankians Stimme ist ein Wunder. Er kann fast alles damit anstellen und läßt auch komödiantische Elemente nicht zu kurz kommen - noch etwas dass diese CD von den üblichen Metal meets Classic-Alben unterscheidet. Das Klavier hat immer noch eine Hauptfunktion, doch steht Serj Tankian wirklich im Vordergrund. Er schafft es mühelos, Tasteninstrumente und ein 70-köpfiges Orchester zu dominieren.
Die Stücke rekrutieren sich ausschließlich aus seinen Solostücken. Jeder einzelne Song wirkt in seinen Details jetzt noch ausgefeilter. Manchmal hat man den Eindruck, die Stücke wären von Anfang an für die große Bühne konzipiert worden. Stücke wie 'Honking Antilope', 'Sky Is Over' und 'Lie Lie Lie' sind jetzt noch imposanter, bombastischer und eindringlicher. Und es tut unglaublich gut, dass Serj Tankian jede Verzerrung, jede E-Gitarre und jedes Schlagzeug weggelassen hat. Dadurch werden insbesondere die ruhigeren Stücke wie 'Saving Us' zu intensiven, fast anklagend wirkenden Oden, denen man sich beim Hören nicht entziehen kann.
Die Aufnahme liegt, wie bei einem solchen Event ja fast schon üblich, als CD und DVD vor. Bei beiden Versionen ist der Ton klar und sauber, die DVD besticht dazu noch durch ein extrem gutes Bild und eine imposante Kameraführung, die natürlich hauptsächlich Serj Tankian in Szene setzt, aber auch den Gesamteindruck hervorragend umsetzt.
Diese CD-DVD-Combo ist ein absoluter Pflichtkauf im Jahr 2010.
Quelle: www.whiskey-soda.de |
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Freitag 26. 03. 2010

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Artist: |
Joanna Newsom |
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Album: |
Have One On Me |
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Label: |
Drag City / Rough Trade |
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Release: |
23.02.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Artrock |
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Autor: |
Uraniumstaub |
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Krise? Welche Krise? Während andere über sinkende Verkaufszahlen und den Verfall des Mediums lamentieren zelebriert Miss Newsom das extremste aller extremen Formate und transzendiert das Medium, verteilt mal eben 18 Songs über knapp 125 Minuten und drei Tonträger. Damit stellt sie sich in eine Reihe mit The Clash ('Sandinista!'), George Harrison ('All Things Must Pass') und natürlich Prince ('Emancipation'), verzichtet aber auf Redundanzen wie Remixe, ellenlange Live-Jams oder schwache Songs. Und spült nebenbei sämtliche Skeptiker samt ihrer Schwarzmalerei mit einer wahren Springflut an Kreativität und Individualität ins Tal. Dass ein derartig massives Werk sich wie geschnitten Brot verkauft und trotzdem nicht bei einem Major sondern auf Drag City erscheint spricht Bände über die Industrie und ihre Vorstellung von kreativen Risiken. 'Have One One Me'? Warum nicht gleich drei?
Bleibt die Frage wie man sich einem solchen Monster nähern soll. In der Zeit, die es benötigt 'Have One On Me' einmal komplett aural zu durchschreiten, könnte man locker die ersten vier Ramones-Alben anhören. 'Rubber Soul' (The Beatles) passt dreieinhalb Mal hinein und selbst ein episches Ungetüm wie den Vorgänger 'Ys' kann man zweimal abspielen und danach noch den Abwasch erledigen. Hölle... sogar die Smashing Pumpkins-Megalomanie namens 'Mellon Collie and the Infinite Sadness' - rein technisch gesehen übrigens 'nur' eine Doppel-CD - dauert vier Minuten kürzer. Aber es hilft nichts: Beim ersten Hördurchgang macht man am besten das Telefon aus, Kerzen an und eine gute Flasche Wein auf. Und gibt sich den Tönen hin. Nach spätestens der Hälfte ist man platt und wenn am Ende von 'Does Not Suffice' eine morsezeichenartige Tonfolge auf dem Klavier ertönt, bevor Stück und Platte auf einer sanften Woge Feedback entgleiten, dürfte man sich in einem ähnlichen Zustand befinden wie die Künstlerin auf dem Cover: Verzaubert und übersättigt inmitten einer opulenten Umgebung. Es ist albern und wenig effektiv aber ein einziges Mal muss man 'Have One On Me' in dieser Konzentration auf sich wirken lassen. Nur so bekommt man ein Gefühl für die Ausmaße dessen, was Miss Newsom hier erschaffen hat. Die endlose Tiefe, die epische Breite, die Myriaden an Ideen. Die schiere Dimension der Weite.
Nimmt man sich danach die Platten einzeln und mit Zeit vor, entdeckt man immer neue Texturen, Details, die das Ohr beim letzten Mal übersehen hat. Im Unterschied zum ausufernden, wild wuchernden Vorläufer mit seiner Mischung aus Steve Albini-Produktion und Van Dyke Parks üppig-barocker Instrumentierung, klingen die neuen Songs sehr reduziert, weniger gewöhnungsbedürftig. Es ist absurd aber die 55 Minuten von 'Ys' sind schwerere Kost als die 125 von 'Have One On Me'. Gleich viermal begleitet Joanna sich alleine auf ihrer geliebten Harfe, das große Orchester wich einer Vielzahl von Bläsern, welche die Musik immer wieder in die Nähe der späten Talk Talk rücken, die folkig jazzige Stimmung diverser Island-Records-Platten der Jahre 1968 bis 1974 (Traffic, Nick Drake) ebenso reflektieren wie Joni Mitchells 'Blue'. Immer wieder taucht auch eine altenglische Grundstimmung aus den Klangwellen auf, die wie ein Echo der frühen Van Der Graaf Generator oder Genesis 'Selling England By The Pound' anmutet. Und wie die Faust aufs Auge passt.
Die größte Überraschung ist Joannas Stimme, weniger exaltiert, nicht mehr so björkig-anstrengend, erheblich zugänglicher und honiggebadet erinnert sie an Laura Nyro. Oder an Kate Bush, die mit Joni Mitchell im Laurel Canyon Pilze nimmt. Der Gesamteindruck ist irgendwie ätherisch, schwer greifbar, leicht fernöstlich. Spukhaft, surreal. Wie Wind, der um Mitternacht über Harfen-Saiten streicht. Ein Jugendstil Gemälde welches in einer sternenklaren Nacht des Jahres 1968 zum Leben erwacht und mit strahlenden Augen über die Hügel spaziert und im Mondlicht badet.
Wie Joanna Newsom das toppen möchte ist eine berechtigte Frage. Die man schon nach dem letzten Album stellen konnte. Für heute bleibt nur die Feststellung, dass 'Have One On Me' ein moderner Klassiker sein dürfte. Und das vielleicht sogar einzig echte Triple-Set ohne Längen und Ausfälle. Nicht schlecht in einer Zeit, in der allerorten der Tod des Albums diskutiert wird, oder? Denn dass man diese 125 Minuten am besten von einer CD oder LP, einem physischen Medium geniessen sollte, dürfte keine Frage sein. Ein Werk voller Überzeugung und Hingabe in Zeiten voller Skepsis und Durchschnitt. Könnte das jetzt bitte jemand nachmachen?
Quelle: www.whiskey-soda.de |
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Mittwoch 24. 03. 2010

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Artist: |
Ereb Altor |
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Album: |
The End |
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Label: |
Napalm Records |
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Release: |
26.03.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Vikingmetal |
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Autor: |
The Wendigo |
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Eigentlich verbietet es sich, den Thron von Bathory anzugreifen. So wie Vereine die Trikotnummern ihrer legendärsten Spieler nicht mehr vergeben, so gibt es den Thron des Viking Metal, der von Quorthon besetzt ist, egal ob nun in Midgard oder seit längerem nun leider in Asgard. Es gibt Legenden, an denen kratzt man nicht.
Ereb Altor tun dies auf 'The End' aber gewaltig. Die Herren von Ereb Altor sind eigentlich unter dem Namen Isole eine etablierte Doomcombo, und zwar eine der eher filigraneren, sanfteren. Ereb Altor ist das zweite Projekt der Herren, die sich hier einzig und allein damit beschäftigen, Bathory zu huldigen. Ein kleines bißchen erinnern die ruhigeren Parts mit der bombastischen Stimme auch an die ebenso legendären Herren von Saviour Machine.
Der Großteil des Albums besteht aus epischen, schwermütigen, meist recht langsamen Stücken, einigen folkigen Zwischenspielen, jeder Menge bombastisch wirkender Melodien, die sich mit den vielen akustischen Gitarren und dem zweistimmigen Gesang zu einer einzigen, sich ehrvoll verneigenden Darbietung vor zwei der größten Metalalben aller Zeiten, 'Twilight Of The Gods' und 'Hammerheart' kombinieren.
Der Gesang schwankt zwischen dem klaren, leicht zerbrechlich wirkendem Gesang, der bereits von Isole bekannt ist, und einer rauhen Stimme, die wohl mit voller Absicht an Quorthon auf 'Hammerheart' erinnert. Auch die vielen mehrstimmigen Chöre im Hintergrund sowie der stampfende Rhythmus, der wie der montone Schlag von Rudern eines Langschiffes daherkommt, tun ihres dazu, sofort und als einzige Assoziation 'Bathory' im Kopf zu haben. Wüsste man nicht vom tragischen Ableben Quorthons könnte man meinen, tatsächlich ein neues, besseres Bathory-Album vorliegen zu haben.
Denn Ereb Altor sind so gut, dass es fast schon bestraft werden müßte. Am Thron der Legende kratzen ist ein Verbrechen. Aber wenn das Verbrechen so großartig stimmungsvoll, mitreißend und bombastisch ist, dann kann es nur ein perfektes Verbrechen sein. Von wegen Verbrechen lohnt sich nicht. Sowohl für Ereb Altor als auch für den Hörer könnte es nicht schöner sein...
Quelle: www.whiskey-soda.de |
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