Wie soll ich diesen Titel denn bitte verstehen? Magermodels für den Teufel? Wird hier die österliche Fastenzeit ad absurdum geführt? Nicht, dass mich das sonderlich kratzen würde, aber wirklich einleuchtend erscheint "Starve For The Devil" nun echt nicht.
Aber hols der Deibel - um mal beim Thema zu bleiben: Was ist nur bei Arsis passiert? Haben die irgendwo mal 'ne CD von
Helltrain zwischen die Finger bekommen und sich eine Überdosis
Rock durch die Lauscher gejagt? Könnte man zumindest meinen, wenn man sich das neuen Album zu Gemüte führt.
Bei den Amis gab es für den Opener "Forced To Rock" eine extreme
Rock'n'Roll-Infusion, und ab sofort ist man auf einer leichten Frickel-Diät. Technisch bleibt das Album natürlich trotzdem über jeden Zweifel erhaben – es rotzt einfach mehr. Soll heißen: Tracks wie "A March For The Sick" oder "Beyond Forlorn" gehen deutlich schneller ins Ohr.
Das mag durchaus an dem zurückgekehrten Drummer Michael Van Dyne liegen, der straighter zu Werke geht als Darren Cesca auf dem Vorgänger "We Are The Nightmare". Das kommt melodischeren Nummern wie "From Soulless To Shattered" oder "The Ten Of Swords" eindeutig zugute.
Textlich hat der rockige Faktor ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Einen gewissen Sinn für Humor kann man Fronter James Malone kaum absprechen, wenn er in "Half Past Corpse O'Clock" (großer Titel!) immer wieder "Sell you soul it's time to rock" singt.
Eingängige Melodien und Rock'n'Roll hin oder her: Arsis haben es auch noch raus, ordentlich dem Knüppel aus dem Sack zu lassen. "Closer To Cold" zieht das Tempo merklich an und mit dem abschließenden "Sable Rising" legen sie ein Paradestück in Sachen knackiger
Thrash/
Death Metal hin.