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Artist: |
Truppensturm |
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Album: |
Salute To The Iron Emperors |
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Label: |
Ván Records |
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Release: |
25.06.2010 |
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Medium: |
Album |
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Genre: |
Blackmetal |
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Autor: |
Antal |
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Truppensturm - zugegebenermaßen ein Bandname, für den NSBM-Vollpfosten ihre arischen Omas verkaufen würden. Das martialische, irgendwo zwischen Wilhelminischer Kriegslust-Ästhetik und stalinistischer Kampfpropaganda einzusortierende Cover-Artwork tut sein Übriges. Doch da wir es hier mit einem Release aus dem Hause Van (The Devil's Blood, Simple Existenz, Griftegard) zu tun haben, mit Alex von Meilenwald (The Ruins Of Beverast, ex-Nagelfar) eine Koryphäe des deutschen Underground-Black-Metals am Schlagzeug sitzt und nicht zuletzt der bei braunen Umtrieben sehr aufmerksame und in seiner Ablehnung kompromisslose Kollege Wolf-Rüdiger Mühlmann Truppensturm zu empfehlen weiß, darf man die Sache anfassen, ohne einen tiefen Griff ins Klo zu riskieren.
Letztlich bilden denn auch Bandname und die visuelle Verpackung einen exzellenten Rahmen für den musikalischen Inhalt. Wie schon auf dem ersten Studioalbum 'Fields Of Devastation', das im Underground Staub aufwirbelte, ist 'Salute To The Iron Emperors' ein so derber, fieser, für 90 Prozent der Metal-Community (und 100 Prozent aller sonstigen Musikfans) wohl ungenießbarer Hassbrocken geworden, wie man ihn dieses Jahr sicher kein zweites Mal hören wird. Auch wenn die stilitischen Vergleiche hinken, gemahnt dieses Werk in seiner (natürlich gewollten) Abartigkeit an 'Transilvanian Hunger' von Darkthrone oder 'Ordo Ad Chao' von Mayhem. Doch statt Kellerproduktions-Black-Metal oder vertontem Chaos erwartet uns bei 'Salute To The Iron Emperors' der in Klang gegossene Krieg. Tausende Black-Metal-Veröffentlichungen der letzten Jahre hatten genau den gleichen Anspruch, scheiterten aber letztlich an dann doch zu bekömmlichen Klängen (für den geneigten Hörer, versteht sich). Truppensturm sind jedoch im besten und eigentlichen Sinne radikal. Die Gitarren in den Keller gestimmt, unheimlich viel Bass, viel Hall auf den tiefen Vocals plus fiese Luftalarm-Sirenen-Samples - das alles in 'Songs' gegossen, die brachial und stur nach vorne gehen. Marduk's 'Panzerdivision Marduk' in hässlich und mit Bolt Thrower-Schwere dargeboten - keine Melodien, null Rock'n'Roll-Gebaren, stattdessen nur Gewalt, Wucht und Dreck.
Ohne es in Sachen Heavyness mit modernen Deathcore-Kapellen aufnehmen zu wollen, beweist 'Tribute To The Iron Emperors', dass man auch in Zeiten, in denen die Extreme der Musik eigentlich schon ausgelotet zu scheinen, immer noch Ausrufezeichen zu setzen vermag. Was das musikalische Angebot von Truppensturm angeht, darf man geteilter Meinung sein - die Stücke sind natürlich eintönig, primitiv und stumpf. Doch diese Kritik zielt am Anspruch der Band vorbei, die mit Instrumenten in der Hand den Soundtrack zu den Vernichtungskriegen des 20. Jahrhunderts abliefern will. Und in diesem Bereich sind sie erfolgreich - denn wo andere Extrem-Metal-Bands mit gleicher Absicht sich nicht vollständig von den Konventionen und Stilelementen der Rockmusik zu lösen mochten, machen Truppensturm tatsächlich keine Kompromisse. Selten war das Miteinander von Inhalt und Musik im extremen Metal enger als auf 'Salute To The Iron Emperors'; hier geht es nicht um knackige Riffs und Hooklines, hier wird tatsächlich einmal Tod und Verderben in Töne gegossen. In seiner radikalen Konsequenz ist dieses Album damit eine der beeindruckendsten und wirkungsvollsten Veröffentlichungen aus dem Metal-Underground der letzten Zeit. Dass es nur den wenigstens 'gefallen' wird, ist dabei genau im Sinne der Erschaffer.