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Insidious Disease - Shadowcast
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Insidious Disease -  Shadowcast     Artist:  Insidious Disease
    Album:  Shadowcast
    Label:  Century Media
    Release:  09.07.2010  
    Medium:  Album
    Genre:  Deathmetal  
    Autor:  The Wendigo  

Von 'Supergroups' ist ja häufiger die Rede, wenn sich Musiker von bekannten Bands zusammentun, um sich gemeinsam mit etwas Anderem, etwas Neuem, dem Gleichen oder einfach nur mit Saufen und Mucke beschäftigen wollen. Auf Insidious Disease trifft das ebenso zu. Shane Embury (Napalm Death) wurde ebenso wie Monsterdrummer Tony Laureano (Nile) von Silenoz (Dimmu Borgir) und Jardar (Old Man's Child) angeworben. Schlussendlich wurde bei den Auditions dann Marc Grewe als Sänger verpflichtet. Der ehemalige Frontmann der legendären Morgoth wurde aufgrund der Einzartigkeit seiner Growls einhellig als perfekt angesehen.

Und recht haben sie. Denn Insidious Disease haben ein Death-Metal-Monster der allerfeinsten Sorte zusammengeschnetzelt. Viel besseren Todesblei der Marke XO (Cognac, Extra Old) gab es in den letzten Jahren nicht und wird es auch anno 2010 nicht geben.

Mag man musikalisch, strukturell und optisch in die Death-Metal-Klamottenkiste der Altkleidersammlung 1993 greifen - technisch ist das vom Klang her aktuell, derb, hart, modern, perfekt. Über die technischen Fähigkeiten an ihren jeweiligen Instrumenten muß man bei den genannten Namen gar nicht sprechen, besser geht es kaum. Stilistisch hat man hier und da Anklänge an Death zu 'Leprosy'-Zeiten, kombiniert mit frühen Morbid Angel, etwas Entombed aus der 'Left Hand Path'-Zeit und jeder Menge melodiöser Strukturen, ganz wie sie Morgoth so kultig und beliebt gemacht haben. Ein Wunder eigentlich, dass ein begnadeter Shouter wie Marc Grewe so lange nicht am Mikrofon gestanden hat. Er ist immer noch einer der Top 3 Todesblei-Shouter; die Kombination aus Schreien, Grunzen und der perfekt verständlichen Artikulation fast jedes gesungenen Wortes sucht seinesgleichen.

Dazu begehen Insidious Disease nicht den Fehler, den so viele Bands machen - nämlich zuviele moderne Twists in alte Strukturen pressen zu wollen. Daraus entsteht häufig nur Unfug. Bei Insidious Disease ist die Marschrichtung ganz klar: Technisch perfekten, durchdachten Death Metal zu spielen, der an 1993 erinnert und allerhöchstens hier und da mal ein modernes Spielerchen einzubauen.

Wer Morgoth schätzt und - als generelles Beispiel - 'Opportunity Is Gone' auswendig kennt, der wird eben dies beispielsweise bei 'Conceived Through Hate' wiederfinden. Viele der Songs sind auf Höchstgeschwindigkeit getrimmt, aber Midtempo-Parts lockern das Gedresche häufig auf, und zwar nicht gezwungen, sondern völlig natürlich. Alles wirkt wie aus einem Guss. Auch 'Boundless' hat einen gewissen 'Odium'-Vibe, und gerade deshalb verlieren auch diese langsameren Stücke im Vergleich zu den schnellen Songs in keiner Sekunde an Intensität und Brutalität. Dafür ist neben Laureanos unglaulichem Drumming vor allem Marc Grewes genialer Gesang verantwortlich.

Alle Tracks des Albums sind auf demselben Level, es gibt weder Füllmaterial noch anderweitige Ausrutscher. Ein Massaker der allerfeinsten Sorte - unterstützt durch ein typisches Death-Metal-Cover der B-Klasse mit einer zerhackten Frau in der Mülltonne. Dieses Album ist das wohl pefekteste Stück Todesblei der letzten Monate. Wenn man sich als Hörer wünscht, dass alle Beteiligten ihre eigentlichen Bands zerstückelt in die Tonne kloppen und sich nur noch mit Insidious Disease beschäftigen - dann haben alle Beteiligten alles richtig gemacht!


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Kommentare für Insidious Disease - Shadowcast
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